TeamKWON
Exklusivausrüster- und Sponsor des Bundesliga "TeamKWON"
KWON
English Deutsch
 
Unsere Sponsoren
Sponsors
 
Tabelle Gruppe Nord
    Mannschaft Bg. Pt.
1 TeamKWON 10 17
2   Swisttal United 10 16
3   KG RR Westfalen 10 10
4   Sharks Hamburg 10 11
5   Team Sachsen 10 4
6   KG Blitz 10 2
    More...    
 
14.06.2005
 
Interview mit dem Vizeweltmeister Mohamed Ebnoutalib
> Mohamed Ebnoutalib

Mohamed Ebnoutalib

Z: Hallo, Mohamed! Du kommst gerade vom Kadertraining. Dosierst Du das Training – oder gibst Du immer alles?

M: Es ist unterschiedlich. Kurz vor einer Meisterschaft, ca. 2-3 Wochen vorher, trainiere ich sehr hart und die letzte Woche dann locker.

Z: Bald kämpfst Du in der Bundesliga – es gibt zwei Kämpfe gegen das Team aus Swisttal. Wer gewinnt kommt dann wahrscheinlich auch in das Finale. Wie siehst Du die Chancen des TeamKWON?
M: Eigentlich ganz gut. Wir haben ein starkes Team und ich blicke zuversichtlich den beiden Begegnungen entgegen. Wir werden unser Bestes geben und sie schlagen.

Z: Welche Turniere stehen bei Dir in der nächsten Zeit noch an?
M: Also, als nächstes ist die Austria Open angesagt (Anmerkung: hier hat Mohamed am vergangenem Wochenende überragend ein Goldmedaille im Schwergewicht errungen) und danach beginnt die Vorbereitung auf die Europameisterschaft im Oktober in Lettland.

Z: Hast Du Lieblingsturniere?
M: Ja klar, die Euro, die WM und natürlich die Olympiade.

Z: Die nächste Olympiade ist 2008. Arbeitest Du darauf hin?
M: Ja, ich habe mir fest vorgenommen, die nächsten drei Jahre durchzuziehen und sehr hart zu arbeiten. Ich weiß, dass wenn ich es wirklich will, dann werde ich auch die Qualifikation schaffen.
TeamKWON
WM 2003: Mohamed (li.) punktet gegen den
italienischen Kämpfer im Vorkampf

Z: Die letzte Olympiaqualifikation und die WM 2005, sind nicht so gut für Dich gelaufen. Wie hast Du es verarbeitet? Hast Du neue Motivation geschöpft?
M: Ja, nach dem ich 2003 Vize-Weltmeister geworden bin, war es für mich dieses Jahr besonders enttäuschend, bereits früh auszuscheiden. Danach ist man natürlich demotiviert, aber mit der Zeit kommt es wieder. Man bekommt wieder den Willen, es allen unbedingt zeigen zu wollen.

Z: Ich habe Dich einige Male kämpfen sehen und den Eindruck gewonnen, dass Du es oft in der ersten Runde recht gemächlich angehen lässt, so wie nach einer guten Siesta, und erst in der 2. bzw. 3. Runde Vollgas gibst. Stimmt dieser Eindruck?
M: Ja, es kommt darauf an. Wenn ich gegen einen Gegner kämpfe, den ich noch nicht kenne, dann versuche ich in der ersten Runde erstmal zu schauen was er macht, wie er mit welcher Taktik kämpft. Und wenn ich ihn gut eingeschätzt habe, dann kann ich in der 2. und 3. Runden besser agieren und gezielter angreifen.

Z: Bist Du alle drei Runden top konzentriert oder hast Du Konzentrationsabfälle?
M: Natürlich, das kommt auch vor. Beispielsweise wenn man nach der ersten Runde und auch nach der zweiten Runde führt, dann lässt man in der dritten Runde ein bisschen nach. Aber das ist genau der Fehler. Besonders wenn man führt, sollte man sich noch mehr konzentrieren, um die Führung nicht wegen einer Unaufmerksamkeit aus der Hand zu geben.

Z: Würdest Du Dich als einen Konterkämpfer bezeichnen?
M: Nein, eigentlich nicht. Eher beides – Angriff und Konter. Wenn ich merke, dass der Gegner wirklich stark ist, dann muss ich auch angreifen. Ich kann mich dann nicht nur auf Kontertechniken verlassen.
TeamKWON
WM 2003: Der Koreaner (li.) hat keine Chance im Halbfinale…

Z: Welche Gegner liegen Dir mehr – die technisch versierten oder die, die einfach physisch hart kämpfen?
M: Es spielt für mich keine große Rolle. Das ist dann eine Kopfsache und ich kann mit beiden Typen gut umgehen. Vor jedem Kampf versuche ich mich auf meinen Gegner optimal einzustellen. Wenn man einen starken, technisch guten Gegner hat, dann ist es schon leichter gegen ihn zu kämpfen und aus sich alles herauszuholen, als wenn man gegen einen Knochenbrecher kämpft – da muss man aufpassen, dass man sich nicht verletzt und an den nächsten Kampf denken.

Z: Wie bist Du zum Taekwondo gekommen?
M: Es war 1979, im Alter von 5 Jahren. Das liegt jetzt etwa 26 Jahre zurück. Bis 1986 habe ich das traditionelle Taekwondo trainiert und dann fing ich erst mit dem Wollkontakt-Wettkampf an. Meine Familie ist 1989 aus Marokko nach Deutschland ausgewandert und ich fing hier die Jugendturniere an zu kämpfen.

Z: Warum der Taekwondo-Sport?
M: Wir, d.h. mein Bruder Faissal und ich haben bei meinem Onkel angefangen. Später haben wir immer miteinander gekämpft und uns so ständig verbessert und motiviert. Das ist einer der Gründe für unsere Erfolge (Anmerkung: Faissal errang 2000 in Sydney als erster Deutscher Athlet eine Silbermedaille bei Olympischen Spielen).

Z: Was bedeutet für Dich das Taekwondo?
M: Es gehört zu meinem Leben. Ich habe mit 5 Jahren angefangen und bin jetzt 30 Jahre alt. Immer habe ich Taekwondo gemacht, so dass ich mir mein Leben ohne Taekwondo kaum vorstellen kann. Es fällt mir schwer längere Trainingspausen einzulegen. Ich habe immer das Bedürfnis zu trainieren.

TeamKWON
WM 2003: Schlagabtausch im Finale: es entwickelt
sich zum Kopf-an-Kopf-Duell

Z: Was planst Du nach der aktiven Taekwondo Karriere?
M: Erstmal werde ich eine Übergangszeit einlegen, um etwas Abstand vom aktiven Wettkampfstress zu gewinnen. Danach möchte ich mich als Trainer betätigen, um der Jugend meine Techniken und die internationale Erfahrung weiterzugeben. Ich hoffe, dass ich meinen Wunsch so umsetzen werde können.

Z: Wie gerne kämpfst Du in der Bundesliga?
M: Sehr gerne. Bis jetzt konnte ich zwar nur ein Mal antreten, aber das lag daran, dass ich mit der Nationalmannschaft unterwegs oder bei einem wichtigen Turnier dabei war. Damals haben wir übrigens 7:0 gewonnen. Jetzt hoffe ich, dass ich bei den wichtigen Kämpfen gegen Swisttal dabei sein kann. Voraussetzung ist natürlich, dass ich unverletzt bin.  

Z: Mohamed vielen Dank für das Interview, gute Gesundheit und weiterhin viel Erfolg!

© 2005 - Das Interview führte Ewgeniy Oganian; Fotos von Dr. Thomas Fabula.

Impressionen von der WM 2003 in Deutschland – Mohamed erringt die Silbermedaille und wird Vizeweltmeister. Er musste sich im Finale lediglich Steven Lopez aus USA knapp geschlagen geben, der inzwischen als Doppel-Olympiasieger und dreifacher Weltmeister der erfolgreichste Taekwondo-Sportler aller Zeiten ist.

TeamKWON
Portraitaufnahme Mohamed vor seinem
Kampftag - zu allem entschlossen

TeamKWON
…Mohamed (re.) zieht das gesamte Register seines Könnens gegen Korea …

TeamKWON
… um ins Finale zu gelangen, gegen den amtierenden
Olympiasieger Steven Lopez (re.)

TeamKWON
Aufholjagd beim Stand von 2:2 – wer macht den nächsten Punkt?

TeamKWON
Nach Kampfrichter entscheid gewinnt Steven Lopez beim Punktestand von 4:4 das Finale – zwei Weltklasse-Kämpfer die fair mit einander umgehen.

TeamKWON
Das gesamte Nationalteam stürmt die Kampffläche und feiert ihren einzigen Vizeweltmeister bei dieser WM in Deutschland.

TeamKWON
Siegerehrung: Mohamed mit seiner Tochter, die noch ein bisschen eingeschüchtert ist…

TeamKWON
… Mohamed mit Tochter und Bruder Faissal (re.): schaut alle her, wir haben die Silbermedaille für Deutschland gewonnen.

TeamKWON
Mohamed belegt den zweiten Platz hinter Weltmeister und Olympiasieger Steven Lopez aus den USA

 
    © 2004 TeamKWON. All rights reserved.
        Home | About | News | Team | Bundesliga | Links | Impressum | Kontakt
 
CYMET EURE TF Consulting PC Spezialist